| Manche Traditionen bleiben über Jahrhunderte erhalten. So verehren noch heute die Bewohner der Eifel, jenes rauen, im äußersten Westen Deutschlands gelegenen Landstrichs, die so genannten Matronensteine, Altäre aus römischer Zeit. Sie bringen den wohlwollenden Göttinnen kleine Geschenke dar und betrachten ihre Heiligtümer als Zufluchtsorte. In einem solchen Sanctuarium wurde der Gedanke einer Single geboren, die zwei der unbeugsamsten Gothicbands zusammenbringt: Ikon und The House Of Usher.
Als vor über zehn Jahren der Chefredakteur eines deutschen Independentmagazins urteilte, dass The House Of Usher eine Band ohne Zukunft seien, ahnte er sicherlich nicht, dass ausgerechnet diese Band sich über eine lange Zeit eine beispiellose Authentizität bewahren und schließlich den Ruf einer Gothic-Rocklegende erwerben würde. Das Magazin gibt es schon lange nicht mehr, und die meisten Weggefährten ihrer Zeit haben The House Of Usher überlebt, ohne selber jemals Patina anzusetzen. Nun legen sie mit „The Floor She Walked Upon“ ein geradezu überirdisch schönes Stück Musik vor, für das sie alles, was ihren Stil geprägt hat und mehr noch in die Waagschale geworfen haben. Es handelt sich um die erhabenste und tanzbarste Produktion in der fünfzehnjährigen Geschichte der Band und einen viel versprechenden Ausblick auf das im Herbst erscheinende Album „Radio Cornwall“.
Die Australier Ikon, die derzeit mit ihrem Album „Destroying The World To Save It“ in den Startlöchern stehen, dokumentieren mit ihren exklusiven Titeln „Death By Dawn (Psychic Vampire Part II)“ und „None Worse Than A Woman Spurned“ beide Pole ihres Schaffens – mitreißenden Waverock auf der einen, atmosphärischen Neofolk auf der anderen Seite. Ikon waren immer dann besonders gut, wenn der Kern der Band – Chris McCarter (vocals, guitar), Dino Molinaro (bass) – das Ruder fest in der Hand hatten. Mit der Unterstützung durch Clifford Ennis ((guitar, vocals) Subterfuge, bildete zusammen mit Chris das Projekt Jerusalem Syndrom) besinnen sie sich nun wieder ihrer alten zurück und knüpfen an den Erfolg ihrer Clubhits „Condemnation“ und „Subversion“, sowie des immer wieder gern gespielten Death In June-Covers „Fall Apart“ an. Auf dem Wave & Gotik-Treffen 2005 vom 13.- 16.05.2005 in Leipzig gibt es endlich auch wieder die Möglichkeit, Australiens bekanntesten Gothic-Export live zu erleben!
Die zahlreichen Vorbestellungen lassen erahnen, dass für die bewusst in geringer Stückzahl gepresste Single bald Sammlerpreise gezahlt werden dürften.
Keep the fire burning!
www.thehouseofusher.de
www.ikondomain.com
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Interviews & Rezensionen: u.a. im Gothic, Zillo, Orkus, Black und Sonic Seducer. Zahlreiche Interviews und Rezensionen in diversen Fanzines und Online-Zines.
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